Montag, 23. Januar 2012

Scheiße sagt man nicht!

Während des Schulunterrichts ein Schimpfwort rausgerutscht – Strafarbeit! Vielleicht kennen einige dieses Schicksal noch aus der eigenen Schulzeit. Auch heute noch wird so manches „falsche“ Wort zur falschen Zeit sanktioniert. Die Aufgabe für die Tochter einer unserer Mitarbeiterinnen: Ein Aufsatz über „Scheiße“. Hier das kreative Werk...

Unsere Eltern haben es uns beigebracht und wir versuchen uns so oft wie möglich daran zu halten, Schimpfwörter so selten wie möglich zu benutzen. Aber es gibt Situationen, da muss es einfach gesagt werden: Scheiße!

Wir unterscheiden dabei meist zwischen dem persönlichen Angriff, etwa durch die Formulierung: „Du bist scheiße“ und dem Ausdruck über das Misslingen von etwas, was sich in einem kurzen aber prägnanten „Scheiße“ verbal entlädt. Nun lässt sich natürlich darüber sinnieren, welche schöneren Worte es gibt, um das Gleiche zu sagen. Hier ein paar Synonyme des Wortes Scheiße:

Ausscheidung, Stuhl, Kot, Exkrement, Stoffwechselendprodukt, Kacke, Fäkalien, Defaekation, A-A, Kaggebatzen, Kimmenfrucht, weicher brauner Brei, Shit, Wurst, Köpfchen, Schwümmschen, Analschlange, Kacki, Wurzen.

Doch sind wir mal ehrlich: Nichts davon eignet sich wirklich, um seinen Emotionen richtig Ausdruck zu verleihen, denn es hört sich tatsächlich alles sehr nach echter Fäkalsprache an.

Eltern stellen gerne Regeln auf. Und Kinder stellen gerne Regeln in Frage – hoffentlich – auch wenn das wiederum nerven kann. Aber was ist wirklich dran an Weisheiten wie „Scheiße sagt man nicht“, "Vom Fernsehen bekommt man viereckige Augen", "Ein Indianer kennt keinen Schmerz", "Mit vollem Magen darf man nicht schwimmen gehen" und "Gerade sitzen, sonst bekommt man einen Buckel"? Was steckt denn hinter diesen Thesen, die uns Eltern und Lehrer so gerne mit auf den Weg geben? Ist der elterliche Rat oder die Lehrerrüge à la „Hast Du es immer noch nicht verstanden, was Deine Eltern seit 15 Jahren predigen“ salonfähiges Klugscheißen? Oder ist es vielmehr ein antiquiertes, über Jahrzehnte – wahrscheinlich Jahrhunderte - eingeschärftes Ritual, was von der einen Generation an die nächste weiter gegeben wird?

Zurück zur Scheiße. Unter uns: Das ist doch eigentlich gar nicht schlimm, oder? Heutzutage ist das doch gar kein richtiges Schimpfwort mehr. Was soll man denn sonst sagen, wenn man etwas so richtig scheiße findet? Die beschriebenen Synonyme kommen ja, wie bereits festgestellt, nicht in Frage. Interessant oder sogar bemerkenswert, dass sich studierte Menschen mit dem Wort Scheiße beschäftigen. So geschehen im Buch: „Scheiße sagt man nicht“ von Ralph Caspers. Ein Beleg dafür, dass es so verboten nicht sein kann, das Wort in den Mund zu nehmen.

Fazit: Letztlich ist es doch alles relativ, wie uns schon Albert Einstein lehrt. Solange wir das Wort benutzen, um eigene Verfehlungen zu beschreiben, ist der Gebrauch des Wortes „Scheiße“ relativ harmlos. Benutze wir es, um Anderen zu nahe zu treten, ist die Benutzung „relativ“ schlimm. Albert Einstein würde es lieben, dass seine Theorie auch in anderen Wissensbereichen zum Einsatz kommt….

Freitag, 16. Dezember 2011

Von Ohrwürmern und anderen tierischen Freunden

Kennen Sie das? Sie ahnen nichts Böses, sitzen vielleicht angestrengt vor Ihrem PC-Bildschirm oder lesen ein Buch – da passiert es! Er schießt Ihnen ohne Vorwarnung in den Kopf: der Ohrwurm! Ich bin perplex, wo kommt der denn auf einmal her?

Gerade jetzt in der Vorweihnachtszeit sitzen Horden von Berufstätigen auf dem Weg zur Arbeit in der Bahn oder sie stehen im Fahrstuhl und summen, ob sie es wollen oder nicht, „Last Christmas“ von „Wham!“ vor sich her. Klar, sagen sie, der wird einem ja auch beim morgendlichen Zähneputzen direkt aus der Hölle über den Äther in unsere Gehörgänge eingeimpft. Irgendjemand hat nun mal irgendwann beschlossen, dass dieser Song Kult ist und zur weihnachtlichen Tradition gehört wie der Tannenbaum und Santa Claus höchstpersönlich. OK, akzeptiert und unter erhöhter sentimentaler Anfälligkeit im tristen Dezember abgebucht.

Doch warum bitte, wabert seit Wochen (!) Udo Lindenberg im Schmuse-Duett mit einem gewissen Clueso durch meinen Kopf? „Sie spielt Cello“, frohlocke ich im Stillen und versuche mich dennoch ansatzweise auf den Job zu konzentrieren. „Lindenberg“, denk ich mir, „was soll das?“. Das musikalische Schaffen des fleischgewordenen Huts mit Sonnenbrille hat mich bisher null interessiert. Auch bin ich nicht in der ehemaligen DDR aufgewachsen und habe ihm dank seines künstlerischen Einflusses den Mauerfall zu verdanken (ja doch, natürlich nebst David „The Hoff“ Hasselhoff).

Vielleicht hilft eine wissenschaftliche Erklärung weiter: „Die Eingängigkeit von Ohrwürmern ergibt sich häufig aus der Verwendung bestimmter musikalischer Klischees und einfacher Melodiefolgen.“ (Quelle: cosmiq.de) So so. „Neuere Überlegungen berücksichtigen auch das Zipfsche Gesetz und zeigen, dass es eine Art neurologische Melodietonleiter gibt, die ähnlich zu der Akkordtonleiter durch Reproduktion vortrainierter und einfach zu aktivierender Neuronenfeuermuster bestimmt ist.“ Aha, das hat der Udo also ganz geschickt angestellt und einfach meine Neuronenfeuermuster aktiviert. Hm.

Ganz aktuell ergibt sich zudem eine weitere zoologische Erkenntnis: Ohrwürmer vertragen sich überhaupt nicht mit Katern! Gestern war DIALOG-Weihnachtsfeier und das Cello ist heute etwas verstimmt und vor allem viel zu laut. Schön war’s trotzdem, im Restaurant unserer Wahl tönte aus den Boxen nur ganze zweimal „Last Christmas“...

Bastian Korte

Mittwoch, 9. November 2011

DIALOG beim Convention Camp 2011 in Hannover – Die Unworte der Unkonferenz

Beim Convention Camp, der „(Un-)Konferenz zur digitalen Zukunft, versammelten sich in Hannover wieder über 1400 Experten und Interessierte, um über „Mobile Markets“, „Social Media“ und „Smarter Sales“ fachzusimpeln. Und wie es bei so viel geballter Kompetenz nunmal ist: Nicht jeder Redner hält sich an die Vorgabe „Don’t speak Chinese“.

So lernten wir beispielsweise, dass „Schwerpunkte antizipiert werden“ und „jeder nur einen „45-Sekunden-Slot hat, um die Crowd von seiner session zu überzeugen“. Wer noch nicht geschnallt hatte, dass „es bei SEO/ SEA keinen Sinn macht, silomäßig zu denken“, brauchte sich für diese session erst gar nicht anzumelden. Wesentlich nachvollziehbarer waren da schon Äußerungen wie „Mein Thema beschäftigt sich mit dem Thema...“ und „Den Anfang macht das Tool, den Rest muss man handish machen“. Logisch!

Ein letzter Tipp, auf den die Marketing-Community nur gewartet hatte, kam da gerade Recht: „Bei social müsst ihr euch die Frage nach dem targeting stellen: Wo ist der benefit? Wo ist der benefit für den user?“ Na, dann! Und endlich, nach so viel Fachgeplänkel, konnte dann auch die Aftershow-Party „mit der closing session eingeleitet werden.“

Zuhörens- und sehenswert nach alledem:
Frank Schätzing, wie er Zukunftsprognosen aus der Vergangenheit rezitiert:

Montag, 10. Oktober 2011

Post-it-War an der Weser

Der Krieg der Klebezettel weckt auch unsere Kreativität: Dialog PR bekennt Farbe und macht gleichzeitig Werbung in eigener Sache.
Dass „posten“ nicht nur online, sondern auch analog super funktioniert, beweisen unsere zweckentfremdeten Klebezettel am Fenster. Diese bringen nicht nur Farbe in den grauen Herbst, sondern die Pixel im Großformat sind auch vom Osterdeich gut lesbar.

Von der Seine an die Weser
Der Zettel-Trend kommt ursprünglich aus Paris. Im Pariser Vorort Montreuil schmückten Büroangestellte ihre Häuserfassaden mit den bunten Post-It-Zetteln und greifen dabei besonders gerne auf Motive der Popkultur zurück, die analog genauso gut rüberkommen wie ihre digitalen Vorbilder. Im bizarren Wettstreit um das originellste Motiv sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt.

Unser Beispiel zeigt, dass auch mit einfachen Mitteln viel erreicht werden kann.Wir sind gespannt, ob in Bremen noch mehr Fenster-Posts zusammenkommen...





Freitag, 1. Juli 2011

Social Media Revolution

Soziale Medien wie facebook, twitter, YouTube und Co. sind aus dem privaten und geschäftlichen Leben kaum noch wegzudenken. In US-Kindergärten werden bereits iPads verwendet und in dieser Woche twitterte Papst Benedikt XVI höchstpersönlich via iPad den Launch der neuen Vatikan-News-Seite. Wäre facebook ein Land, so wäre es das drittgrößte der Erde – das behaupten zumindest Erik Qualman und Evan Kutsko in ihrem Video „Social Media Revolution“. Inspiriert durch den YouTube-Film „Did you know“ von 2007, in dem interessanterweise facebook und twitter noch überhaupt keine Rolle spielen, veranschaulichen sie die „Social Media Revolution“ anhand von Zahlen und Vergleichen. Kaum zu glauben, wie rasant sich 'social media' entwickelt und verbreitet haben! Wen wundert’s, dass nun auch google in Sachen 'social networks' nachzieht: Vergangenen Dienstag, 28. Juni 2011, wurde google+ der Öffentlichkeit vorgestellt.

Wir von DIALOG finden daher auch:

„We don’t have a choice wether we DO social media, the question is how well we DO it.“ (Erik Qualman)



DIALOG PR bei Facebook: www.facebook.com/dialogpr